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DAX: Autozölle richten begrenzten Schaden an
Ausgabe vom 27.03.2025
DAX: Autozölle richten begrenzten Schaden an
von Sven Weisenhaus
US-Präsident Donald Trump hat gestern am späten Abend (MEZ) neue Zölle angekündigt: Auf alle PKW, leichte Nutzfahrzeuge sowie Autoteile, die in die USA importiert werden, sollen dauerhaft bis zu 25 % erhoben werden. Ab dem 2. April wird mit dem bisherigen Zollsatz von 2,5 % gestartet, der dann schrittweise erhöht werden soll, so der Plan von Trump.
Diese Maßnahme schürt neue Inflations- und Wachstumssorgen. Zumal einige betroffene Länder bereits Gegenmaßnahmen angekündigt haben. Doch eine Betrachtung der Fakten könnte zu einer Beruhigung der Gemüter führen.
Zahlen, Daten, Fakten
Laut der US-Regierung kauften US-Amerikaner im vergangenen Jahr etwa 16 Millionen Personenkraftwagen (PKW), Geländewagen und leichte Nutzfahrzeuge, von denen etwa die Hälfte importiert wurde. Letzteres deckt sich mit den Angaben des Marktforschungsunternehmens GlobalData. Diese Importe hatten einen Gesamtwert von 474 Milliarden US-Dollar, wozu PKW 220 Milliarden Dollar beitrugen.
Hinzu kommt, dass fast 60 % der Teile in Fahrzeugen, die in den USA montiert werden, aus dem Ausland stammen.
Nach Daten der International Trade Administration wurden im vergangenen Jahr 784.889 europäische Fahrzeuge in den USA verkauft, 57 % davon stammten aus Deutschland.
Erwartungen, Berechnungen, Prognosen
Laut dem Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) dürften sich die Auswirkungen der Autozölle für Deutschland in Grenzen halten. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte kurzfristig um 0,18 % niedriger ausfallen.
Wenn man bedenkt, dass Revisionen von Behörden und Forschungsinstituten zu den deutschen Wachstumserwartungen regelmäßig in einem solchen Ausmaß (nach oben und unten) stattfinden, ist das eigentlich keine große Sache.
Begründet werden die geringen Auswirkungen hierzulande vom IfW damit, dass die Hersteller ihre Autos in der Regel in der Nähe von dem Markt bauen, wo sie verkauft werden. Deshalb werde ganz Europa eher wenig von den Zöllen zu spüren bekommen. Zumal viele (insbesondere deutsche) Automobilhersteller in den vergangenen Jahren ihre Fertigungskapazitäten in den USA ausgebaut haben.
Aber auch weltweit dürften die gesamtwirtschaftlichen Effekte laut dem IfW insgesamt überschaubar bleiben. Und auch auf die Wirtschaftsleistung der USA selbst sieht das IfW kurzfristig kaum Auswirkungen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA falle demnach nur um 0,04 % niedriger aus. Die Verbraucherpreise dürften sich allerdings um 1 % erhöhen.
Denn die Zölle werden die Kosten für Automobile in den USA nach oben treiben. Laut Prognosen von Cox Automotive, einem Anbieter von Kfz-Dienstleistungen, dürften sich die Kosten für ein in den USA hergestelltes Fahrzeug um 3.000 Dollar und für ein in Kanada oder Mexiko hergestelltes Fahrzeug um 6.000 Dollar erhöhen, wenn die angekündigten Zölle ohne Ausnahme erhoben werden.
Zinssenkungsfantasien dürften schwinden
Vor diesem Hintergrund ist an eine Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) wohl erst einmal weiterhin nicht zu denken. Zumal am 2. April auch noch die Ankündigungen bezüglich der geplanten reziproken Zölle zu erwarten sind. Daher müssen die Aktienmärkte nicht nur die Gefahr eines (moderat) geringeren Wirtschaftswachstums hinnehmen, sondern auch die Aussicht auf womöglich länger erhöhte Zinsen (higher for longer).
Insofern ist es verständlich, dass die Aktienkurse aktuell zur Schwäche neigen. Wobei sich die Kursverluste nach den gestrigen Rücksetzern heute schon wieder in Grenzen halten und bereits Kurserholungen zu beobachten sind. Damit zeigt der Markt, dass die Autozölle insgesamt nicht dramatisch sind. Sie werden die Wirtschaft nur leicht belasten. Das reicht allerdings, um nach zuvor monatelang stark gestiegenen Kursen die begonnene Korrektur bzw. Konsolidierung fortzusetzen. Nicht mehr und nicht weniger. Immerhin ist es nicht zu einer Überreaktion gekommen, dabei wäre das angesichts der derzeitigen Neigung der Märkte zu Übertreibungen durchaus zu befürchten gewesen.
DAX gibt innerhalb der volatilen Seitwärtskonsolidierung nach
Der DAX hat lediglich eine dreitägige Konsolidierung (gelber Trendkanal im folgenden Chart) nach unten verlassen und somit beendet, wodurch sich die kurzfristige Abwärtsbewegung seit dem kleinen Doppeltop (rote Pfeile) fortsetzt.
Aus Sicht der Target-Trend-Methode ist dabei äußerst interessant, dass die Rechteckgrenze bei 23.240 Punkten nicht zurückerobert werden konnte, sondern der DAX daran abgeprallt ist und er heute an der Rechteckgrenze bei 22.530 Punkten eine Unterstützung gefunden hat (grüner Pfeil).
Da die Kurse damit innerhalb der Handelsspanne geblieben sind, in der sie sich seit Mitte Februar wild auf- und ab bewegen, kann man immer noch von einer „volatilen Seitwärtskonsolidierung“ sprechen. Und daher bin ich für die Leser des Chartanalyse-Dienstes „Target-Trend-Spezial“ bei dem Rat geblieben, auf neue Trades zu verzichten, solange die orientierungs- und trendlose Seitwärtstendenz anhält (siehe auch „Hang Seng, USD/JPY, DAX: Zum Abwarten verdonnert“).
Short-Trade brachte schnellen Gewinn
Beim Trading-Dienst „Target-Trend-CFD“ habe ich allerdings jüngst einen neuen Trade gewagt: Als der Nasdaq 100 bei 20.302 Punkten sein 38,20%-Retracement erreicht hat, setzte ich genau dort mit einem Short-Trade darauf, dass der Index an dieser Marke abprallt
Die Idee war quasi analog zu der Erwartung, dass der Dow Jones an dieser Hürde im ersten Anlauf scheitern würde (siehe „Nach Fed-Zinsentscheid: So schlagen sich Nasdaq 100 und Dow Jones“ und „US-Indizes: Fibonacci-Marken im Fokus“).
Heute habe ich den Trade 400 Punkte tiefer beendet, womit die Leser binnen nur zwei Tagen 400 $ je CFD-Kontrakt Gewinn erzielen konnten. Umgerechnet: 371,37 €.
Damit hat die Performance aller bislang beendeten Trades auf den Nasdaq 100 nun die Schwelle von +12.000 € geknackt (beim Mindestkapitaleinsatz).
Wenn auch Sie Gewinne mit schnellen Trades erzielen möchten, melden Sie sich JETZT HIER beim Target-Trend-CFD an!
Fazit
Schnelle Trades sind – neben langfristigen Investitionen – jedenfalls das Einzige, was ich in der aktuellen Marktsituation machen würde. Denn nach der gestrigen Zoll-Verkündung ist jederzeit mit Gegenzöllen betroffener Länder zu rechnen. Diese könnten den Markt erneut in Aufruhr versetzen. Und das gilt natürlich auch für den 2. April (reziproke Zölle), also am bzw. ab Mittwoch der kommenden Woche.
Die Unsicherheit ist daher derzeit extrem hoch, ebenso wie die Gefahr plötzlicher Kursausschläge. Daher sollte man eigentlich besser an der Seitenlinie abwarten, wie die Märkte auf neue Handelsbarrieren reagieren werden, es sei denn, man mag es spekulativ.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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