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Am Devisenmarkt hatten die Wortmeldungen bereits Wirkung
Ausgabe vom 09.04.2021
Am Devisenmarkt hatten die Wortmeldungen bereits Wirkung
von Sven Weisenhaus
Es gibt sicherlich keinen Zusammenhang mit meinem Beitrag vom Mittwoch, doch seitdem scheinen sich die Notenbanker förmlich die Klinke in die Hand zu geben. Vielleicht ist es aber auch nur mein subjektiver Eindruck, weil ich die Wortmeldungen von Geldpolitikern derzeit besonders aufmerksam beobachte. Jedenfalls hat nun auch der EZB-Vizepräsident Luis de Guindos seine Sicht der Dinge geschildert.
Er sprach sich dafür aus, die geldpolitischen und fiskalischen Hilfen für die Euro-Zone nur äußerst vorsichtig und graduell herunterzufahren. Sie müssten die Erholung der Wirtschaft begleiten, sagte der Stellvertreter von Notenbankchefin Christine Lagarde heute auf einem Webinar. Es sei besser zu langsam als zu schnell vorzugehen.
Kaum noch ob, sondern eher wie
Man kann diese Aussagen sicherlich unterschiedlich interpretieren. Ich jedenfalls wundere mich, dass Herr Guindos kaum noch in Frage stellt, ob die Anleihekäufe reduziert werden, sondern den Fokus darauf gelegt hat, in welchem Tempo die Reduzierung erfolgen soll. Auch dies ist für mich ein Hinweis darauf, dass die Notenbank die Märkte langsam auf diesen Schritt einstimmt. Aber vielleicht interpretiere ich zu viel hinein.
Allerdings wies Guindos auch explizit darauf hin, dass ein zu langes Festhalten an den Maßnahmen Gefahren berge. Es könne dazu führen, dass sogenannte „Zombi-Unternehmen“ entstünden, indem eigentlich nicht mehr lebensfähigen Firmen das Weiterbestehen ermöglicht werde. Diese Erkenntnis ist sicherlich nicht neu, aber genau deshalb stellt sich mir die Frage, warum er genau jetzt noch einmal darauf hingewiesen hat. Aber vielleicht interpretiere ich auch da zu viel hinein.
Steigt die Inflation doch stärker, will auch die Fed handeln
Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, sagte gestern übrigens in einer Diskussionsrunde auf dem Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass es wohl nur vorübergehend zu einer stärkeren Inflation kommen werde. Falls die Teuerungsrate entgegen den Voraussagen der Notenbank dennoch deutlich zulegen und anhaltend über 2 % liegen sollte, werde die Fed allerdings darauf reagieren, so Powell. Auch hier scheint also das strikte Festhalten am bisherigen Plan zu wanken. Aber Sie wissen schon: Vielleicht interpretiere ich auch da zu viel hinein.
Am Devisenmarkt hatten die Wortmeldungen bereits Wirkung
Wenn ich mir allerdings die jüngsten Entwicklungen am Devisenmarkt anschaue, wo überwiegend institutionelle Trader unterwegs sind, dann wurden die Aussagen der Notenbanker scheinbar auch von vielen anderen Marktteilnehmern genau so verstanden.
Vor einer Woche war im Premium-Trader zu lesen, dass der Renditeanstieg in den USA zu einer Ausweitung der Renditedifferenz gegenüber den Anleihemärkten in der Eurozone geführt hat. Denn weil die Europäische Zentralbank angekündigt hatte, ihre Anleihekäufe temporär auszuweiten, blieb der Renditeanstieg hierzulande deutlich hinter dem in den USA zurück. Und so wurde der Dollar gegenüber dem Euro attraktiver. Der EUR/USD hatte in der Folge fast sämtliche Kursgewinne seit Anfang November 2020 abgegeben. Dazu der Chart aus der Wochenausgabe des Premium-Traders vom 1. April:
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Wechselkurs allerdings eine Kreuzunterstützung erreicht. „Diese besteht aus der unteren Linie des aktuellen Abwärtstrendkanals (rot), der unteren Begrenzung einer ehemaligen Seitwärtsrange und dem 38,20%-Fibonacci-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung seit dem Tief von März 2020 (graue Linien). Endet hier womöglich eine Welle 2 (blau)? Das dürfte ganz erheblich von der weiteren Entwicklung der Anleiherenditen abhängen“, war dazu zu lesen.
Tatsächlich hat die Kreuzunterstützung gehalten. Und der EUR/USD ist bis an das obere Ende der Seitwärtsrange (gelb) sowie des Abwärtstrendkanals (rot) gelaufen.
Jetzt kann man sicherlich darüber streiten, ob es sich einfach nur um eine charttechnisch bedingte Kurserholung durch die Kreuzunterstützung handelt oder die recht starke Gegenbewegung ausgelöst wurde, weil die Währungshüter eine Reduzierung der Anleihekäufe ins Spiel gebracht haben, und das insbesondere auf Seiten der EZB, während sich die Fed noch zögerlich mit Aussagen in diese Richtung gezeigt hat.
Für das charttechnische Argument spricht, dass der Kursanstieg bereits zu einem großen Teil gelaufen war, bevor sich die EZB-Mitglieder ab Mitte dieser Woche zu Wort gemeldet haben. Allerdings gelten die Devisenhändler als besonders gut informiert. Womöglich hatten sie also einen kleinen Wissensvorsprung. Jedenfalls dürfte es der Kurserholung des EUR/USD nicht geschadet haben, dass jüngst die Worte gefallen sind, über die ich hier seit Mittwoch berichtet habe.
Womöglich steht der EUR/USD vor einem starken Comeback
Und wenn nun auch noch der bullishe Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal und der Seitwärtsrange sowie der Anstieg über das jüngste Zwischenhoch der Abwärtsbewegung gelingen, dann könnte die Korrektur ein Ende gefunden haben. Womöglich ist dann tatsächlich eine Welle 2 (blau) zu Ende gegangen und der Euro steht vor einem starken Comeback gegenüber dem Dollar.
Im Target-Trend-CFD haben wir jedenfalls unsere Leser schon wiederholt darauf hingewiesen, dass wir nicht daran glauben, dass sich der aktuelle Renditevorteil der USA noch sehr viel mehr ausweiten wird. Stattdessen dürfte die Eurozone zu den USA bald aufholen, was die Erholung der Wirtschaft und damit auch den Anstieg der Renditen angeht. Daher glauben wir an eine Kurserholung beim EUR/USD. Diese hat womöglich gerade erst begonnen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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