DAX leichter / Automobil-Aktien unter Druck / Änderungen im MDAX
Ausgabe vom 06.03.2019 von Stockstreet-Team
Leichter präsentiert sich der Deutsche Aktienindex am Mittwoch. Aktuell geht`s um 0,4 Prozent abwärts auf 11.575 Zähler. Bereits seit dem Wochenbeginn hängt das Börsenbarometer im Bereich knapp unter 11.600 Punkten fest. Die Vorgaben der internationalen Börsen waren uneinheitlich: Der Dow Jones ging in New York mit einem kleinen Minus aus dem Handel, in Shanghai kletterten die Notierungen dagegen um 1,6 Prozent.
Von der Konjunkturseite kamen gestern positive Impulse seitens der US-Einkaufsmanager-Indizes. Richtig beflügeln konnte die neuen Daten jedoch nicht, da gleichzeitig eine schwächere Wirtschaftsprognose aus China die Stimmung dämpfte. Die Regierung in Peking kündigte an, den Binnenkonsum ankurbeln zu wollen, um einer Konjunkturabkühlung entgegenzuwirken.
Gesprächsthema auf dem Parkett in Frankfurt sind am Mittwoch die Änderungen der Deutschen Börse in den Nebenwerte-Indizes MDAX und SDAX. So werden die Aktien des Automobilzulieferers Knorr-Bremse und des Chipentwicklers Dialog Semiconductor in den MDAX aufsteigen. Die beiden Titel ersetzen Salzgitter und Schaeffler, welche in den SDAX absteigen. Die Änderungen werden zum 18. März wirksam.
Der Automobilzulieferer Schaeffler hat am Morgen Zahlen zum abgelaufenen Jahr veröffentlicht. Trotz gesenkter Prognose enttäuschte das Unternehmen erneut. Die Aktie fällt derzeit um 7,8 Prozent und bildet damit das Schlusslicht im MDAX.
Auch andere Auto-Aktien notieren in Frankfurt leichter. Daimler, VW und BMW verlieren jeweils rund zwei Prozent an Wert. Verantwortlich hierfür ist unter anderem ein Medienbericht, wonach die europäische Wettbewerbsbehörde noch in diesem Frühjahr eine formelle Beschwerdemitteilung an die Konzerne richten werde. Weitere Bußgeldzahlungen aufgrund der Diesel-Affäre werden damit wahrscheinlicher.
TAG Immobilien konnte am Morgen mit guten Zahlen überzeugen. Der Immobilien-Konzern verdiente im abgelaufenen Jahr dank steigender Mieten und einem geringeren Wohnungs-Leerstand operativ mehr. Auch die Kosten konnten etwas sinken. Der im MDAX gelistete Konzern übertraf damit die Erwartungen der Analysten leicht. Die Dividende soll nach dem guten Geschäftsjahr um zehn Cent auf 75 Cent je Aktie angehoben werden.
Viele Grüße aus Köln
Bernd Raschkowski
Chefredakteur Allstar-Trader
www.stockstreet.de/allstar-trader