VW-Aktie im Abwärtstrend: Wie es jetzt weitergeht
Ausgabe vom 30.11.2023 von Manfred Ries

Heute geht es mal wieder um den Kurvenverlauf der Volkswagen AG (Vorzüge). Der Aktienkurs hat sich am Mittwoch mit einem Plus von 1,7 Prozent positiv präsentiert. Eine Vorzugsaktie der Volkswagen AG notiert am Donnerstag, 30. November 2023 (16 Uhr) am Handelsplatz Frankfurt (Xetra) bei 106,32 EUR (-0,5%).
Zum Hintergrund
Die Analysten der US-Investmentbank JPMorgan haben die Papiere von Volkswagen (Vorzüge) von Overweight auf Neutral abgestuft und ihr Kursziel kräftig von 160 EUR auf jetzt nur noch 128 EUR gesenkt. »Die Internationalisierung des Automobilmarktes wird sich im kommenden Jahr fortsetzen«, so die Analysten im Rahmen einer Branchenstudie vom Mittwoch. Neue Anbieter aus China und Nordamerika drängten auf den Markt, gewannen Marktanteile und wirbelten den Markt durcheinander. Große etablierte Hersteller wie VW, GM, Ford und Stellantis verzeichneten in dieser Gemengelage seit einigen Jahren Marktanteilsverluste.
Die Ausgangslage
Oben abgebildet: der Monatschart der Volkswagen AG. Jede Kerze spiegelt damit das Kursverhalten eines Handelsmonats wider. Gerade zum Monatsschluss hin kann es ratsam sein, sich dem Monatschart zu widmen. Dann nämlich ist die Monatskerze – im aktuellen Fall jene vom November; die letzte Kerze im obigen Chartbild – ausgebildet und erlaubt eine klare Aussage zur Chartsituation. In obiger Abbildung erkennbar: die Schlüsselmarke um 100 EUR, die wir als psychologisch sehr bedeutsam erachten. Dort kam es im Oktober / November zu einer Bodenbildung. Ebenso erkennbar: die steil fallende 200-Tagelinie. Diese verläuft bei aktuell 117,75 EUR und verstärkt damit die Preislinie um 115 EUR in ihrer Eigenschaft als Widerstand nach oben.
Die Prognose
Das übergeordnete Trendverhalten der VW-Vorzugsaktie ist klar als negativ zu beschreiben. Doch die Stabilisierung der vergangenen beiden Monate ist klar erkennbar. Die 21-Tagelinie (im obigen Monatschart nicht ersichtlich) strebt bereits wieder aufwärts und könnte den Notierungen zumindest im kurzfristigen Bereich einen Support darstellen. Doch für eine nachhaltige Trendwende nach oben bedürfte es schon eines kraftvollen Sprungs über die 200-Tagelinie. Doch selbst bis dahin eröffnet sich noch ein Kurspotenzial von rd. elf EUR – beziehungsweise von rd. zehn Prozent. Ein Abrutschen unter die 100-EUR-Preislinie wäre indes sehr negativ zu bewerten.
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