VW AG: Die Zeit nach dem Crash
Ausgabe vom 27.03.2020 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs (Vorzugsaktien) der Volkswagen AG (VW) stürzt zum Wochenschluss hin um 7,3 Prozent ein. Schlusskurs am Freitag, 27. März 2020: 105,42 Euro.
Die Charttechnik. Das kräftige Minus vom Freitag ist offenbar die Antwort auf die Kursgewinne der vergangenen Handelstage. Zur Erinnerung: Am 19. März kostete eine VW-Vorzugsaktie nur noch 79,38 Euro und damit so viel wie letztmalig im Jahre 2010. Der jüngste Crash? Offenbar zu viel des Guten, sagen sich Anleger und nutzten die Unterstützung um 80 Euro zum Long-Einstieg.
Die Prognose. Die Preismarke um 80 Euro definieren wir als tragfähige Unterstützung. Das kräftige Minus vom Freitag darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Wochenperformance auf knapp 30 Prozent beläuft. Und die Erholung könnte noch andauern, wenn auch mit Korrekturen. So wie aktuell: Im Bereich um 120 / 126 Euro kommt die jüngste Erholungsbewegung ins Stocken und Gewinnmitnahmen zu Wochenschluss drückten die Notierungen gen Süden. Gleichwohl könnten Kurse ~100 Euro als ein interessantes Einstiegslevel gelten.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.