Siemens-Aktie: Auf bisherigem Jahreshoch
Ausgabe vom 08.05.2019 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der Siemens AG zeigt sich am Mittwoch als Outperformer im Deutschen Aktienindex (DAX). Kurs am Mittwoch, 8. Mai 2019 – 14:50 Uhr: 107,32 Euro (+4,8%). Damit bewegen sich die Titel nahe ihres bisherigen Jahreshochs von 108,10 Euro.
Die Charttechnik. Der Kursverlauf von Siemens zeigt sich im Bereich um 100 Euro (A) sowie, etwas konservativer: um 90,85 Euro – als gut unterstützt. Dies erlaubt es derzeit mit einem relativ engmaschigen Stop-Losskurs zu agieren. Mittlerweile notieren die Titel wieder oberhalb ihrer 200-Tagelinie (B). Diese verläuft fallend und spricht damit von einem noch mittelfristig negativen Trend. Dieser aber könnte sich bald schon zum Positiven ändern: Der Weekly MACD-Trendfolgeindikator (D) hat bereits Anfang März ein Kaufsignal (D) gesendet.
Die Hintergründe. Die Siemens AG hat Geschäftszahlen präsentiert: Das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres brachte mehr Gewinn ein als erwartet. Auch möchte der Vorstand die Energiesparte Gas & Power ausgliedern und bis September 2020 an die Börse bringen.
Die Prognose. Nun gilt es für die Siemens-Notierungen, ihren nächsten Widerstand bei 107,58 Euro (C) zu überwinden. Ein Break out nach oben wäre als Kaufsignal zu bewerten mit einem ersten Kursziel um 115 Euro. Die erwähnte Unterstützung um 100 Euro verspricht ein grundsätzlich solides Gewinn-Risikoverhältnis auf der Long-Seite.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.