SAP: Ausbruch gelungen
Ausgabe vom 25.07.2016 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Die Aktien des Softwareentwicklers SAP haben ein neues Allzeithoch markiert! Vorausgegangen war eine Impulsbewegung in der Vorwoche mit einem Kursgewinn von 7,2 Prozent. Wie geht es weiter?
Die Charttechnik. Es ist ein Befreiungsschlag für die Papiere von SAP – das bisherige Allzeithoch bei 75,75 Euro wurde in der Vorwoche nach oben durchbrochen. Diese Marke sollte dem SAP-Kurs nun als Unterstützung dienen. Die 200-Tagelinie weist nach oben und der wöchentliche MACD-Indikator bewegt sich im Kaufbereich. Eine Unterstützung findet sich im Bereich um 64,62 Euro.
Die Hintergründe. Thomas Becker, Equity-Analyst bei der Commerzbank, hat seine Einstufung für die SAP-Aktie – nach Zahlen – mit „Buy“ bestätigt. Das Kursziel veranschlagt Analyst Becker mit 95 Euro glatt. „Der Softwarekonzern hat im vierten Geschäftsquartal mit seiner aktuellen Produktgeneration S4 auch im Cloud-Geschäft stark abgeschnitten …“, so Becker in einer Studie vom vergangenen Donnerstag, 21. Juli 2016.
Die Prognose. Nun muss sich das bisherige Allzeithoch bei 75,75 Euro als Unterstützungslinie bewähren! Dann könnte der Aufwärtstrend – nach einer möglichen kurzfristigen Konsolidierung auf hohem Niveau – weitergehen. Die charttechnische Ausgangslage darf als „positiv“ bezeichnet werden.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Buy: Englisch für „Kaufen“.
Equity: Englischsprachige Bezeichnung für „Aktie“. Eine andere englischsprachige Bezeichnung für Aktie ist (Stock)Share.
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.