Puma-Aktie: Wie tief die Kurse noch fallen können
Ausgabe vom 02.03.2023 von Manfred Ries

Die Ausgangslage
Ein schwarzer Mittwoch für die Aktien der Puma SE: Zur Wochenmitte ging es kräftig nach unten. Am Tag danach zeigen sich die Anleger weiterhin verunsichert. Die Puma-Aktie am Donnerstag, 2. März 2023 kurz nach Börseneröffnung am Handelsplatz Frankfurt (Xetra): 56,16 EUR (-0,3%).
Zum Hintergrund
Die Puma SE hat am Mittwoch Geschäftszahlen veröffentlicht! Diese fielen nicht wirklich schlecht aus, doch der Blick nach vorne war sehr verhalten – Anleger straften die Aktie am Mittwoch ab. Die Analysten der Schweizer Großbank UBS haben daraufhin ihr Rating für die Puma SE – nach Zahlen – mit Kaufen bestätigt bei einem Kursziel von 80 EUR. »Der Margendruck im Schlussquartal sollte kaum überrascht haben, angesichts der Schwäche im asiatisch-pazifischen Raum und der üppigen Werbeaktivität in der Branche«, so die Analysten im Rahmen einer Equity-Studie. Bezüglich des Ausblicks für 2023 erinnerte die Analystin auch daran, dass der Sportwarenkonzern »für gewöhnlich zunächst tief staple«.
Die Charttechnik
Der Aktienkurs der Puma SE verlor am Mittwoch 6,8 Prozent an Wert. Oben abgebildet: der Wochenchart der Puma SE. Klar und deutlich ersichtlich: Der Bruch unter die einstige Aufwärtstrendlinie (A) sowie unter die 200-Tagelinie, die den Kursen bis Dienstag noch eine Unterstützung war. Andererseits konnte sich die zuvor gesehene leicht überkaufte Marktsituation im Wochenchart (siehe Slow-Stochastik-Indikator) weiter abbauen.
Die Prognose
Keine Frage: Der kräftige Kurseinbruch vom Mittwoch hat im Chartbild der Puma SE viel Porzellan zerbrochen. Ausgehend vom bisherigen Jahreshoch bei 67,34 EUR haben die Notierungen damit fast bis zu 20 Prozent eingebüßt! Die für Chartisten relevanten Schlüsselmarken legen wir auf 55/54 EUR (Unterstützungsbereich) und 59 EUR als Widerstand – dort verläuft auch die 200-Tagelinie. Dass der Schlusskurs vom Mittwoch de facto auf Tagestief lag, stimmt grundsätzlich negativ. An einem schnellen Comeback der Puma SE darf, aus charttechnischer Sicht, gezweifelt werden.
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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©.