Lufthansa: Bodenbildung um 6 EUR
Ausgabe vom 22.06.2022 von Manfred Ries
Von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der Dt. Lufthansa AG (DLH) präsentierte sich zuletzt wieder gestärkt. Die DLH-Aktie am Mittwoch, 22. Juni 2022 an der Börse in Frankfurt zur Schlussnotierung: 6,32 EUR (-0,32%).
Die Hintergründe. Steigende Energiepreise, Zinssätze und fehlendes Personal in der Luftfahrtbranche lasten auf den Notierungen der Deutsche Lufthansa AG.
Die Charttechnik. In der Vorwoche kam es zu einem Abverkauf bis auf 5,69 EUR. In der ersten Wochenhälfte haben Käufer die DLH-Aktie bis an ihre 200-Tagelinie nach oben getrieben, wo Gewinnmitnahmen die Notierungen in Schach hielten. Damit sind die Schlüsselmarken vorerst wie folgt definiert: Unterstützung = 6,00 EUR. Widerstand = 6,60 EUR (200-Tagelinie). Die Titel sind leicht überverkauft, wovon der Slow-Stochastik-Indikator zeugt.
Die Prognose. Der bisherige Wochenverlauf war positiv. Doch die jüngsten Gewinnmitnahmen zeigen, dass Anleger weiterhin Vorsicht walten lassen. Die letzte Candle im obigen Wochenchart mit ihrem relativ großen, oberen Docht, visualisiert diesen Umstand. Ein nachhaltiger Sprung über die 6,60 EUR-Marke – im Idealfall auf Wochenschlusskursbasis – wäre grundsätzlich positiv zu beurteilen. Doch die Gefahr weiterer Kursrückschläge sollte eingeplant werden.
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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©.
*) Glossar:
200-Tagelinie (MA(200)): Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Slow-Stochastik-Indikator: Der Indikator (Oszillator) hilft gerade in Seitwärtsbewegungen beim Aufspüren von Umkehrpunkten. Stochastik-Werte oberhalb der 80er-Linie deuten auf eine überkaufte Marktsituation hin; Stochastik-Werte unterhalb der 20er-Linie auf eine überverkaufte Situation. Handelssignale ergeben sich durch die Schnittpunkte der beiden Linien.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.