IBM: Warten auf neue Impulse
Ausgabe vom 08.08.2018 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs von IBM hat am Freitag, 3. August, um 3,1 Prozent zugelegt – ein ausgesprochen starker Tag. Und so kommt es in der laufenden Handelswoche zu einer Beruhigung der Notierungen. Schlusskurs am Dienstag, 7. August 2018: 146,47 US-Dollar.
Die Charttechnik. Die Aktien von IBM gehörten in den vergangenen Monaten wahrlich nicht zu den Highflyern an den US-Börsen. Mit Kursen um 146 US-Dollar notieren die Aktien knapp unterhalb ihres MA(200). Dieser verläuft seit Monaten bereits horizontal und zeugt von der Trägheit der Kurse. Dies aber könnte sich bald schon ändern: Die Kerzenformation aus der Vorwoche ist positiv zu betrachten. Das zeugt grundsätzlich vom wieder aufkeimenden Kaufinteresse der Anleger.
Die Hintergründe. Händler verweisen auf Spekulationen über den Einstieg eines aktivistischen Investors bei dem Technologie-Urgestein.
Die Prognose. Die Notierungen haben erneut im Bereich um 137 / 140 US-Dollar (C) nach oben gedreht. Wird hieraus eine Doppelboden-Formation? Noch ist nichts entschieden. Eine potenzielle Bodenbildung macht aber Mut und der MACD-Indikator auf Weekly-Basis hat ein Kaufsignal generiert. Bei Notierungen oberhalb von 150 US-Dollar wäre eine Abwärtstrendlinie (B) durchbrochen und der MA(200) (A) nach oben überwunden. Die nachfolgenden Targets lägen im Bereich um 162 US-Dollar. Solide Unterstützungen finden sich bei 142,33 US-Dollar (kurzfristig) und 137,45 US-Dollar (mittelfristig).
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.