Gerresheimer: Hält die Unterstützung?
Ausgabe vom 22.10.2018 von Sven Weisenhaus
Seit 2016 befindet sich die Gerresheimer Aktie in einer klar definierbaren Seitwärtsrange zwischen 60 und 78 Euro. Man nennt diese Form der Seitwärtsbewegung auch „Trading-Range“. Ganz einfach, weil man an der oberen Begrenzung auf fallende Kurse und an der unteren auf steigende Kurse setzen kann und so viele Male einen satten Gewinn einstreichen wird. Dieses Spiel kann man so lange treiben, bis diese Seitwärtsbewegung nach oben oder unten verlassen wird. Kurz: Man macht viele Gewinntrades und einen Verlusttrade. Da jedoch mit zunehmender Dauer einer solchen Tradingrange Fehlsignale zunehmen, muss man mit etwas größeren Stopps arbeiten. Der eine Verlusttrade wird also etwas schmerzhafter ausfallen.

Ein reifer Seitwärtstrend
Wir sehen bei Gerresheimer bereits einen höchst etablierten Seitwärtstrend, der bereits drei Jahre anhält. Und tatsächlich häufen sich bereits die Fehlsignale auf der Ober- und Unterseite. Trotzdem ist die Gewinnwahrscheinlichkeit immer höher, wenn Sie auf eine Fortsetzung des Trends setzen.
Die hohe Dynamik ist gefährlich
Zuvor sollte man sich aber trotzdem fragen, ob es nicht Zweifel daran gibt, dass die Unterstützung hält. Im Moment ist besonders die extrem hohe Dynamik der Abwärtsbewegung ein klares Warnzeichen. Doch auch trotz dieser Dynamik kam es zu einer bisher kleinen Gegenbewegung an der unteren Begrenzung dieser Tradingrange. Und so könnte man mit ersten kleinen Positionen einsteigen, die man unter dem vergangenen Tief absichert. Diese Position kann man dann Stück für Stück bei weiter steigenden Kursen weiter ausbauen, bis die Mitte der Range (bei 69 Euro) erreicht wird, um sie dann bis zum Hoch laufen zu lassen. Bei dieser Vorgehensweise haben Sie ein vergleichsweise gutes Chance/Risiko-Verhältnis trotz der genannten Warnzeichen.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
(CEO Stockstreet)