Fraport: Auf der Startbahn nach oben
Ausgabe vom 24.07.2019 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport steigen zur Wochenmitte hin in Frankfurt um 3,5 Prozent. Damit gelingt den Notierungen der Ausbruch über den bisherigen Widerstand um 77,58 Euro (A). Kurs am Mittwoch, 24. Juli 2019 (15:36 Uhr): 77,70 Euro.
Die Charttechnik. Die Notierungen befinden sich seit Anfang des Jahres in einem intakten Aufwärtstrend (C). Dabei hat sich die 200-Tagelinie (B) Anfang Juni als solide Unterstützung behauptet (grüner Pfeil). Derzeit streben die Kurse wieder aufwärts, wobei der Verlauf des wöchentlichen MACD-Trendfolgeindikators positiv zu bewerten ist mit einem leichten Kaufsignal (»MACD-Aufsetzer« (D)) vor knapp zwei Wochen
Die Hintergründe. Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Einstufung für die Fraport-Aktie – vor Geschäftszahlen am 7. August – mit »Buy« bestätigt – Kaufen! Bei einem Target von 94 Euro. »Jüngste Daten zu Konsumausgaben von Touristen in Europa sprechen für gute Einzelhandelsumsätze der Flughafenbetreiber«, so die Analysten der UBS. Mittelfristige Kurstreiber sehen die schweizerischen Banker vor allem im Flugsteig G und dem Terminal 3.
Die Prognose. Der 77,58er-Widerstand ist noch nicht gänzlich überwunden. Nächster Widerstand nach oben: 79,75 Euro. Auf der Unterseite kristallisiert sich die 75er-Marke zunehmend als Support heraus. Größere Korrekturen sollten spätestens am MA(200) – derzeit bei 69,75 Euro verlaufend – zum Stoppen kommen. Ein signifikanter Break out über die 80er-Marke wäre als starkes Kaufsignal zu bewerten.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Buy: Englisch für „Kaufen“.
Equity: Englischsprachige Bezeichnung für „Aktie“. Eine andere englischsprachige Bezeichnung für Aktie ist (Stock)Share.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.