Deutsche-Bank-Aktie: Die Charttechnik nach dem Freitags-Crash
Ausgabe vom 10.03.2023 von Manfred Ries

Die Ausgangslage
Die Aktien der Dt. Bank AG gehören am Freitag ganz klar zu den schwächsten Papieren auf dem Parkett. Das spiegelt sich im Chartbild wider und hinterlässt tiefe Spuren. Die Dt.-Bank-Aktie am Freitag, 10.. März 2023 zum Handelsende am Börsenplatz Frankfurt (Xetra): 10,53 EUR (-8,6%).
Zum Hintergrund
Negative Berichte zur amerikanischen Silicon Valley Bank (SVB Financial) belasteten am Freitag die Banktitel weltweit. Die SVB ist auf die Finanzierung von Start-up-Unternehmen spezialisiert. Anleger fürchten nun eine Ausdehnung auch auf andere Finanzinstitute und verabschieden sich zum Wochenschluss hin von Banktiteln.
Die Charttechnik
Oben abgebildet: der Wochenchart der Dt.-Bank-Aktie. Der Kurs fiel am Freitag um mehr als sieben Prozent auf 10,53 EUR. Das Tagestief lag bei 10,41 EUR. Mit dem kräftigen Minus wurde auch der bisherige (kurzfristige) Support ~11,18 EUR nach unten durchbrochen. Dies dürfte Stop-Losskurs-Verkaufsaufträge ausgelöst haben. Jetzt liegen die Augen der Chartisten auf der Preislinie ~10,50 EUR als psychologisch bedeutsame Support-Linie. Sollte auch diese fallen, droht ein Rückschlag bis in den Bereich ~9,60 EUR. Knapp oberhalb davon, bei 9,70 EUR, verläuft aktuell die 200-Tagelinie.
Die Prognose
Ungeachtet aller fundamentalen Bewertungsansätze hat sich die Ausgangssituation im Chartbild der Deutsche-Bank-Aktie zugespitzt. Mit aktuellen Kursen ~10,50 EUR notieren die Titel des Bankhauses wieder auf dem Preislevel wie zu Jahresbeginn. Ausgehend vom bisherigen Jahreshoch bei 12,52 EUR haben die Papiere der Dt. Bank AG damit bis zu 16 Prozent an Wert verloren. Entscheidend ist nun, ob der erwähnte Support bei 10,50 EUR dem Abgabedruck der Anleger standhält. Spätestens aber im Bereich ~9,70 EUR könnte sich eine Kursstabilisierung einstellen.
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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©.