CTS Eventim: Kaufsignal voraus
Ausgabe vom 03.12.2019 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs von CTS Eventim KGaA steigt am Dienstag um 1,4 Prozent. Damit stechen die im TecDAX notierten Titel positiv hervor. Notierung am Dienstag, 3. Dezember 2019 (11:25 Uhr): 55,50 Euro.
Die Charttechnik. Die Geschichte von CTS Eventim, einem Konzertveranstalter, ist eine Erfolgsstory. Auch charttechnisch. Im Juni lagen die Notierungen noch um 39,50 Euro. Der MACD-Indikator (D) verläuft positiv und hat die Trendwende Ende Juli relativ zeitnah angekündigt. Die 200-Tagelinie (C) strebt steil nach oben.
Die Hintergründe. CTS Eventim kauft 71 Prozent des österreichischen Konzertveranstalters Barracuda Musik. Das wurde am Dienstag, 3. Dezember, bekannt. Die Transaktion wurde bereits, nach Firmenangaben, von den Kartellbehörden abgesegnet.
Die Prognose. Die CTS-Aktie nähert sich ihrem bisherigen Allzeithoch bei 56,90 Euro (A). Ein nachfolgender Ausbruch nach oben wäre ein starkes Kaufsignal. Andererseits zeigen sich die Notierungen um 50 Euro, sowie im Bereich ihrer 200-Tagelinie bei 46,70 Euro (B), als relativ solide unterstützt.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.