Carl Zeiss Meditec Kurz vor dem Sprung an die 100-Euro-Marke
Ausgabe vom 17.01.2019 von Stockstreet-Team
Carl Zeiss Meditec AG hat nach einer eindrucksvollen Rally im Sommer vergangenen Jahres die psychologisch relevante 75-Euro-Marke erreicht und ist dort erwartungsgemäß in eine längere Konsolidierungsphase übergegangen. Das Hoch wurde bei 76,85 Euro ausgebildet. Nach einer Art „abc“-Korrektur hat sie sich nun erneut in den Bereich dieser 75-Euro-Marke vorgekämpft.
Und nun gilt es: Schafft die Aktie es, diesen Widerstand bei 76,85 Euro zu überwinden, wird sie mir vergleichbar hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in den Bereich der 100-Euro-Marke vordringen.

Möglicher gestaffelter Einstieg bei einem Ausbruch
Hier einmal beispielhaft, wie man einen solchen Ausbruch als Trader begleiten kann. Zunächst sollte man überprüfen, ob man der Aktie fundamental einen Anstieg auf 100 Euro zutraut.
Ist das denkbar, reicht eigentlich ein einfaches Überwinden auf Tagesschlusskursbasis, um das bullishe Signal auszubilden.
Leider werden aber gerade an derart eindeutigen Widerständen häufig Fehlsignale ausgebildet und die Konsolidierungsphase könnte in diesem Fall noch einige Monate weitergeführt werden, egal wie stimmig eine Aktie auch fundamental sein sollte.
Und deswegen empfiehlt sich in einem solchen Fall ein gestaffeltes Vorgehen, welches vor allem für Fulltime Trader geeignet ist:
- Beim Intraday-Bruch der Marke 76,85er-Marke wird eine erste, kleine Position erworben, für den Fall, dass dem Bruch eine höchst dynamische und große weiße Kerze folgt. Denn dann wäre ein „normaler“ Einstieg auf Schlusskursbasis zu teuer.
- Beim Bruch auf Tagesschlusskurs (und einer nicht allzugroßen Aufwärtsbewegung) Ausbau dieser Position.
- Bei einem Retest der 76,85er Marke von oben folgt auf diesem Niveau die dritte Position (sofern er stattfindet).
- Nach dem Retest wird die vierte Position beim Ausbruch über das Hoch, welches dem Retest vorausging, eine weitere Position erworben.
- Generell werden die einzelnen Positionen dicht auf verschiedenen Niveaus mit unterschiedlichen Stopps abgesichert und nach einem erfolgreichen und nachhaltigen Ausbruch wird der Stopp für die Gesamtposition auf einen Kurs unterhalb der 75er Marke gelegt.
Im Bereich der 90er Marke sollte die Position dann sukzessive bei weiter steigenden Kursen verkauft werden.
Ein solches Vorgehen deckt eine Reihe von Wahrscheinlichkeiten aus der Charttechnik ab und so liegt ihm ein entsprechend gutes Chance/Risiko-Verhältnis zu Grunde.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens