Bayer-Aktie im Crash: Wie wahrscheinlich ist eine Erholung?
Ausgabe vom 31.01.2024 von Manfred Ries

Heute geht es um den Kurvenverlauf der Bayer-Aktie. Dieser zeigte sich in den vergangenen Monaten extrem schwach – ein negativer Trend, der auch im Januar anhielt. Eine Aktie der Bayer AG notiert am Mittwoch, 31. Januar 2024 zum Börsenschluss in Frankfurt (Xetra) bei 28,90 EUR (-3,9%).
Zum Hintergrund
Aus den USA erging ein negatives Gerichtsurteil mit der bisher höchsten Schadenersatz-Zahlung in Prozessen um Glyphosat-haltige Unkraut-Vernichter. Die Analysten der schweizerischen Großbank UBS haben daraufhin die Aktien von Bayer am 29. Januar 2024 mit Neutral bestätigt bei einem Kursziel von 34 EUR. »Der Agrarchemie- und Pharmakonzern wird zwar gegen alle in erster Instanz verlorenen Prozesse Berufung einlegen, um die Zahlung mindestens zu reduzieren«, so die Banker. Jedoch bestehe das Risiko, dass höhere Rückstellungen nötig werden.
Die Ausgangslage
Bei der aktuellen Ausgangslage des Charts muss man schon sehr weit in die Vergangenheit zurückblicken, um eine etwaige charttechnische Unterstützung herzuleiten. Oben abgebildet: der Langfristchart der Bayer AG auf Monatsbasis. Mit einem Monatstief von 28,86 EUR kostete eine Bayer-Aktie am letzten Handelstag des Monats (31.1.2024) so viel / so wenig, wie zuletzt im Jahre 2005. Dass bei dieser Crash-Aktie eine überverkaufte Marktsituation auftritt, ist wenig verwunderlich – aber auch wenig aussagekräftig.
Die Prognose
Das übergeordnete Trendverhalten ist – wenig überraschend – stark negativ. Inwiefern sich aus früheren Jahren eine sinnvolle charttechnische Unterstützungslinie herleiten lässt – darüber lässt sich streiten. Alleine im Januar sind die Notierungen von Bayer um knapp 15 Prozent eingebrochen. Der Monatsschlusskurs von 28,90 EUR fällt fast mit dem Monatstief zusammen: ein Zeichen von Schwäche. Deshalb ist aus charttechnischer Sicht weiterhin Vorsicht angezeigt. Wer auf eine Erholung setzen will, sollte eine Stabilisierung der Kurse abwarten.
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