Alibaba: Seitwärtstrend intakt
Ausgabe vom 03.06.2016 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der chinesischen Suchmaschine Alibaba präsentiert sich in der laufenden Woche schwach. Was steckt dahinter?
Die Hintergründe. Laut Nachrichtenmeldung kauft Singapur vom japanischen Mobilfunkkonzern Softbank Alibaba-Aktien im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar. Gleichwohl werde Softbank aber noch immer mit rund 28 Prozent an Alibaba Großaktionär bleiben.
Die Charttechnik. Der Börsengang von Alibaba erfolgte im Herbst 2015. Aktuell notieren die Titel unterhalb ihrer ersten Börsenkursnotierung. Das bisherige Jahrestief wurde im Februar bei 59,25 US-Dollar markiert. Dieser Kursbereich hatte sich bereits im Vorjahr als Unterstützung erwiesen. Aufbauend auf diesen Support kletterten die Papiere bis April 2016 in den Bereich um 86,42 US-Dollar. Diese Kursmarke hatte sich bereits im Vorjahr als Widerstand nach oben erwiesen.
Die Prognose. Der Kurs der Alibaba-Aktie pendelt derzeit zwischen 74,12 US-Dollar und 86,42 US-Dollar. An der 74,12er-Kursmarke verläuft zudem die 200-Tagelinie, die eine unterstützende Funktion auf das Kursgebaren ausübt. Ein mittelfristig überzeugendes Handelssignal ergibt sich demnach erst nach dem Break out über/unter die Signalmarken von 86,42 bzw. 74,12 US-Dollar.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Hausse: Englischsprachige Bezeichnung für einen nachhaltigen Aufwärtstrend.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Resistance: Englischsprachige Bezeichnung für „Widerstand“.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.