Aixtron: Was für ein schöner Boden!
Ausgabe vom 19.07.2018 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Die Aktien der Aixtron SE sind am Mittwoch um 4,9 Prozent gestiegen. Schlusskurs am Mittwoch, 18. Juli 2018: 12,75 Euro.
Die Charttechnik. Der Aktienchart von Aixtron überzeugt mit einer soliden Bodenbildung um 9,62 Euro (A). Nach einem Sprung über die 10-Euromarke hat sich die Aufwärtsbewegung verstärkt. Am Mittwoch kam es zu einem Break out über die bedeutsame 12.32er-Linie. Der MACD-Indikator (C) ist derzeit noch negativ zu interpretieren und hat in der ersten Aprilhälfte ein Verkaufssignal (D) generiert – hätte man nur darauf gehört…
Die Hintergründe. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Einstufung für die Aixtron-Aktie bereits am 13. Juli mit „Buy“ bestätigt bei einem Target von 18 Euro glatt. „Die Aktie ist historisch günstig zu haben...“, so das Resümee der Banker. Achtung: Am kommenden 26. Juli wird die Gesellschaft Quartalszahlen veröffentlichen.
Die Company. Die Aixtron SE ist ein deutsches Elektrotechnikunternehmen mit Sitz in Herzogenrath. Die Company produziert Anlagen zur Herstellung von Verbindungshalbleitern und Nanomaterialien.
Die Prognose. Die Aufwärtsbewegung sollte sich fortsetzen, zumindest bis an den nächsten Widerstand heran. Dieser ist entlang der 200-Tagelinie (B) – bei derzeit 13,27 Euro verlaufend – zu erwarten. Nach einer Phase der Konsolidierung sollte sich der positive Trend bis 15,09 Euro fortsetzen. Und der negative MACD-Indikator? Als Trendfolgeindikator ist dieser sehr langsam wenn es darum geht, neue Signale zu generieren. Wenn die Charttechnik passt, so legen wir unser Hauptaugenmerk verstärkt auf die Kursbewegungen.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Buy: Englisch für „Kaufen“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
SE: Abkürzung für das lateinische Wort Societas Europaea (Europäische Gesellschaft). Die SE ist eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Mit ihr ermöglicht die EU seit dem Jahresende 2004 die Gründung von Gesellschaften nach weitgehend einheitlichen Rechtsprinzipien. Die SE wird in EU-Dokumenten auch als Europäische Aktiengesellschaft und umgangssprachlich daher auch als Europa-AG bezeichnet. (Wikipedia)
Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.