Aixtron: Abprall am Widerstand
Ausgabe vom 26.04.2016 von Manfred Ries
Die Ausgangslage der Aixtron-Aktie. Mit einem Kursplus von 8,3 Prozent (26.4.2016; 10:45 Uhr) gehören die Aktien von Aixtron heute zu den kräftigsten Gewinnern im TecDAX. Was steckt dahinter? Und wie stellt sich die Chartsituation dar?
Der Aixtron-Chart. Die Aktie von Aixtron befindet sich in einer Bodenbildung, die sich im Bereich der Unterstützung um 2,91/3,00 Euro formiert hat. Begleitet wurde diese Bodenbildung durch ein Kaufsignal beim MACD-Indikator (A). Hier kam es in der Folge zu einer Aufwärtsbewegung bis an die 200-Tagelinie heran. Diese verläuft aktuell knapp unterhalb von fünf Euro. Erwartungsgemäß kam es hier zu Gewinnmitnahmen, die den Kurs bis auf vier Euro zurücktrugen. Hier muss sich nun zeigen, wie kraftvoll der Kurs von Aixtron wirklich ist. Aus charttechnischer Sicht kann für die Aixtron-Aktie erst dann wieder „grünes Licht“ gegeben werden, wenn der Widerstandsbereich um 4,81/5,00 Euro nach oben durchbrochen wird.
Die Hintergründe zum Kursgewinn von Aixtron. Die Aixtron SE mit Sitz in Herzogenrath hat am Dienstag, 26. April, seine Geschäftszahlen veröffentlicht. Diese fielen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn schlechter aus als vom Markt erwartet. Gleichwohl zeigen sich Anleger zuversichtlich für die weitere Kursentwicklung der Aktie. Aixtron SE ist ein weltweit führender Anbieter von Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie und gilt als Hightech-Wert.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
SE: Abkürzung für das lateinische Wort Societas Europaea (Europäische Gesellschaft). Die SE ist eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Mit ihr ermöglicht die EU seit dem Jahresende 2004 die Gründung von Gesellschaften nach weitgehend einheitlichen Rechtsprinzipien. Die SE wird in EU-Dokumenten auch als Europäische Aktiengesellschaft und umgangssprachlich daher auch als Europa-AG bezeichnet. (Wikipedia)