Silber-Preis vor Hürde: Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch?
Ausgabe vom 06.09.2024 von Manfred Ries

In der nun abgelaufenen Handelswoche machten die Rohstoffe wieder stark von sich reden. Nachdem ich in der jüngsten Vergangenheit immer wieder mal Gold analysiert habe, soll es heute um den Silber-Preis auf US-Dollarbasis (XAG/USD) gehen.
Zum Hintergrund
Der Silberpreis ist bekannt dafür, dass er der Goldpreis-Entwicklung gerne hinterherhinkt. Während Gold relativ weit von seiner 200-Tagelinie entfernt liegt, wurde dieser gleitende Durchschnitt vom Silberpreis erst vor fünf Wochen getestet. Das aber muss nicht negativ sein; hilft dies doch, einer überkauften Marktsituation vorzubeugen.
Die Charttechnik
Oben abgebildet: der Wochenchart des Silberpreises. Auf zwei Besonderheiten möchte ich besonders hinweisen: das bisherige Allzeithoch bei 32,49 USD, welches sich im Mai ausgebildet hat, sowie auf die 200-Tagelinie mit ihrem steigenden Verlauf. Grundsätzlich gilt: solange dieser gleitende Durchschnitt nach oben trabt, solange gilt der primäre Aufwärtstrend als intakt. Dieser Durchschnittskurs verläuft bei aktuell 26,64 USD mit einer Steigungsrate von rd. 0,12 USD pro Woche. Obgleich ich diesen MA(200) als Support bezeichne, könnte sich bereits im Vorfeld die 28-USD-Preislinie als Unterstützung bewähren. Im Wochenchart ebenfalls erkennbar: die 30-USD-Marke, die ich als psychologische Schlüsselmarke – aktuell als Widerstand – einstufe. Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch nach oben?
Solange die beschriebenen Unterstützungen halten, gilt der vorherrschende Aufwärtstrend beim Silberpreis als intakt. Der MACD-Trendfolgeindikator ist zwar auf den ersten Blick als negativ einzustufen, darf aber in Seitwärtstrendphasen nicht überbewertet werden.
Die Strategie
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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©.
Soweit für heute aus der spannenden Welt der Rohstoffe. Ich wünsche Ihnen eine schöne und gute (Trading)Zeit!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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