Palladium-Preis stürzt weiter ab: Wo die nächste Unterstützung liegt
Ausgabe vom 12.02.2024 von Manfred Ries

Montag, 12. Februar 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
was gibt’s Neues in/aus der Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Devisen? Aktuell im Fokus der Investoren: Rohstoffe! Heute gilt mein Blick dem Preisverlauf von Palladium. In diesem Metall nämlich kommt es seit Jahresbeginn zu einem regelrechten Abverkauf. Eine Unze Palladium notiert am Montag, 12. Februar 2024 (16:00 Uhr MEZ) bei 882,37 USD (+1,7%).
Der Rohstoff
Palladium ist ein glänzendes Edelmetall und ist heller als Silber. Der größte Nachfragetreiber ist die Automobilindustrie, wo es insbesondere für Katalysatoren verwendet wird. Palladium gilt als härter und zäher als Platin. Gleichzeitig hat es aber einen sehr geringen Schmelzpunkt und lässt sich damit relativ gut verarbeiten.
Zum Hintergrund
Die Analysten des Commerzbank Research sehen den Markt für Palladium auch in den kommenden Jahren – aufgrund der geringen Nachfrage seitens der Automobilindustrie – perspektivisch vor einem strukturellen Überangebot. Der kräftige Kurssprung im Jahr 2022 lag am Ausbruch des Ukraine-Kriegs und den damit einhergehenden Sanktionen gegen Moskau. Russland nämlich zählt, neben Südafrika, zu den größten Produzenten von Palladium.
Die Ausgangslage
Oben abgebildet: der Monatschart des Palladium-Preises. Deutlich zu sehen: die aktuelle Korrektur, die bereits zu Jahresbeginn startete. Damit konnte sich die positive Tendenz vom Dezember 2023 nicht durchsetzen und die Preise prallten nahe ihrer stark fallenden 200-Tagelinie ab (roter Pfeil). Mit einem Durchbruch unter die psychologisch bedeutsame Schlüsselmarke von 1000 USD verstärkte sich der Abwärtsdruck. Aktuell notiert eine Unze Palladium wieder auf dem Preisniveau des Jahres 2018 – und relativ nahe an einem neuerlichen Support.
Die Prognose
Aus charttechnischer Sicht bleibt die Ausgangslage beim Palladium-Preis extrem kritisch zu bewerten. Hoffnungen keimen mit Blick auf die aktuell überverkauften Marktsituation – siehe Slow-Stochastik-Indikator – wie auch an der Tatsache, dass Palladium rund 23 Prozent unterhalb seiner 200-Tagelinie notiert – siehe DIX-Indikator. Rückblickend betrachtet ist dies eine sehr ambitionierte Größe. Charttechnische Hilfe könnte auch der Preisbereich zwischen 800 USD und 835 USD geben, den wir als Unterstützungszone (A) bezeichnen. Doch auch dort sollten Anleger auf keine schnelle Trendwende hoffen; bestenfalls auf eine Stabilisierung der Preise. Längerfristig orientierte Anleger halten sich derzeit mit Long-Engagements zurück. Preise oberhalb von 1100 USD würde das derzeit kritische Gesamtbild aufhellen. Bis dahin bleibt Palladium ein Trading-Vehikel für schnell agierende Akteure.
Die Strategie
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Soweit für heute aus der spannenden Welt der Rohstoffe und Emerging Markets. Ich wünsche Ihnen eine schöne und gute (Trading)Zeit!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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