Gold (XAU/USD): Jetzt wird es kritisch
Ausgabe vom 19.06.2021 von Stockstreet-Team
Von Manfred Ries
Freitag, 18. Juni 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
Was gibts Neues aus der Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Währungen? Zum Wochenausklang hin auffällig: die …
…Rohstoffe. Und aktuell führt kein Weg an Gold (XAU/USD) vorbei. Wenn auch nicht auf der Bullen-Seite. Nein, heute weise ich Sie auf die prekäre Ausgangssituation im Chartbild von XAU/USD hin. Bereits in den Wochen zuvor scheiterte die Goldpreisnotierung im Bereich ~1915 USD je Feinunze. Daraus lässt sich eine kleinere Top-Formation herleiten; diese habe ich für Sie im obigen Wochenchart rot markiert. Der nachfolgende Bruch unter die 200-Tagelinie (blaue Linie im XAU/USD-Chart) führte offenbar zur Ausführung von Verkaufsaufträgen. Ich gehe davon aus, dass zahlreiche Marktteilnehmer unterhalb dieses gleitenden Durchschnitts einen Stop-Losskurs platziert haben.
Wie geht es weiter? De facto haben wir beim Goldpreis seit vielen Monaten bereits eine volatile Seitwärtsbewegung. Davon zeugt der nur leicht fallende Verlauf der 200-Tagelinie. Und diese spiegelt ja bekanntermaßen den längerfristigen Trendverlauf in geglätteter Form wider.
Als nächster Support sehe ich die 1760er-Preismarke an. Das Tief der abgelaufenen Handelswoche lag bei 1762 USD. Die XAU/USD-Notierung am Freitagabend deutscher Zeit: ~1764 USD. Damit ist zumindest eine (kurzzeitige) Stabilisierung im Bereich um ~1760 USD festzustellen. Ob mehr daraus wird? Das wir die kommende Handelswoche zeigen. Der MACD-Trendfolgeindikator jedenfalls ist noch positiv zu bewerten – siehe Grafik unterhalb des Charts.
Zum Verständnis: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Periodenlinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet (siehe grüner Pfeil im Chart), bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Soweit für heute an diesem sonnigen Frühsommerfreitag. Ich wünsche Ihnen ein schönes – und hoffentlich entspanntes – Wochenende. Bleiben Sie gesund, munter und trading-begeistert!
herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader© und des Börseninformationsdienstes Rohstoff & Emerging Markets News.