EUR/USD: Unterstützung in Gefahr
Ausgabe vom 13.12.2021 von Stockstreet-Team
Von Manfred Ries
Montag, 13. Dezember 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
Was gibts Neues in der Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Währungen? Zu Wochenbeginn hin interessant: die …
…Devisen! Denn das Währungspaar EUR/USD zeigt sich auch zu Wochenbeginn extrem schwach und kämpft mit dem Erhalt der 1,13er-Preismarke. Diese steht mehr denn je auf wackeligen Beinen. So kursieren unter Devisenhändler bereits Befürchtungen, EUR/USD könnte unter die psychologisch bedeutsame Kursmarke von USD 1,10 fallen! Die Begründung: Während in den USA zwischenzeitlich ein höherer Druck besteht, die locker-legere Geldpolitik zu zügeln, werden sich die Währungshüter in Europa wohl noch Zeit lassen mit einer Änderung ihrer Währungspolitik. Das könnte den USD gegenüber dem EUR künftig eher noch stärken; bzw. den EUR gegenüber dem Greenback schwächen.
Wie gehts weiter? Der Abwärtstrend ist intakt; davon zeugt die stark fallende 200-Tagelinie, die den mittelfristigen Takt vorgibt. Anfang November notierte EUR/USD bei 1,11863 USD und damit so niedrig wie letztmalig im Juli 2020. Luft nach unten wäre damit charttechnisch weiter vorhanden: im März 2020 notierte EUR/USD bei 1,06354 USD. Im obigen Wochenchart zu sehen: der (bisherige) Support-Bereich ~1,1286 / 1,1186 USD. Mit weiter fallenden EUR/USD-Kursen muss gerechnet werden. Eine Aufhellung würde sich – für den EUR – erst oberhalb der Preislinie von 1,13828 USD einstellen; dort lag das Hoch der 1. Dezemberwoche. Im Falle einer etwaig kurzzeitig ausgerichteten Short-Strategie könnte knapp oberhalb davon ein engmaschiger Stop-Loss platziert werden.
Soweit für heute. Ich wünsche Ihnen einen schönen und trendstarken Verlauf durch die neue Woche! Bleiben Sie gesund – und trading-fasziniert. Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit; auch abseits des täglichen Tradings!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader© und des Börseninformationsdienstes Rohstoff & Emerging Markets News.