Wer regelmäßig Allzeithochs will…
Ausgabe vom 14.08.2026 von Sven Weisenhaus
… hat eine einfache Möglichkeit, dies zu erreichen. Manche Indizes sind in dieser Hinsicht zuverlässiger als andere und der Moment erscheint derzeit günstig.
Langfristig mögen die Kurse zwar steigen, aber es gibt immer wieder Durststrecken. In den USA gelang erst 2013 ein nachhaltiger Ausbruch über die Hochs zur Jahrtausendwende. In Europa dauerte es noch länger. Der Stoxx 600 konnte dies erst 2021 bewerkstelligen. Bei spanischen und italienischen Aktien gelang es erst 2025 und in diesem Jahr. Durststrecken lassen sich nicht vermeiden, aber minimieren.
Die meisten Indizes, denen Anleger folgen, sind nach der Marktkapitalisierung von Unternehmen gewichtet. In diesen Indizes treten Allzeithochs in Clustern auf. Es kommt zu mehreren aufeinanderfolgenden Jahren mit vielen neuen Allzeithochs. Im Mehrjahresdurchschnitt lässt sich die Abfolge von Jahren mit mehr Allzeithochs und Jahren mit weniger oder keinen gut erkennen.
Allen diesen Perioden ist gemein, dass Anleger aus unterschiedlichen Gründen Large Caps bevorzugten. In den 60er-Jahren waren es die Nifty Fifty wie Xerox oder Kodak. Rückblickend war die damalige Annahme, dass Unternehmen wie Kodak gar nicht hoch genug bewertet werden können, absurd. Kodak war ab 1997 für Anleger keine Freude mehr und meldete 2012 Insolvenz an. 2013 ging das Unternehmen wieder an die Börse und ist wieder keine Freude.
Zur Jahrtausendwende waren es Telekomunternehmen, die zum Teil gigantische Bewertungen hatten. Die Kurse stehen bei einigen Aktien noch heute 70 % unter den Hochs. Die These, dass kleinen Gruppen von Unternehmen die Welt gehören wird, stellt sich für gewöhnlich als falsch heraus. Das wird auch dieses Mal nicht anders sein.